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Mitteilungen vom 03.07.2009:

FDP will Ärzte in Schlangen halten

Presserklärung des FDP Ortsverbandes zu drohenden Hausärztemangel

Drohender Hausärztemangel

FDP will Ärzte in Schlangen halten

Die FDP Schlangen will für die Menschen in Schlangen die Versorgung mit Hausärzten dauerhaft sicherstellen. Dazu wollen die örtlichen Liberalen das Aktionsprogramm der schwarz-gelben Landesregierung zur Stärkung der hausärztlichen Medizin und Versorgung in NRW nutzen. "Wir wollen auch in Zukunft genügend Hausärzte in Schlangen haben. Viele Patienten müssten sich sonst auf weitere Fahrtwege und längere Wartezeiten einrichten. Das würde vor allem für ältere Menschen ein Problem“, erklärt der Ortsvorsitzende Ralph Gerdes.

Landesweit werden 36 Prozent der hausärztlich tätigen Ärzte in den nächsten 10 Jahren das Alter von 65 Jahren überschreiten und somit in den Ruhestand gehen. Vor allem die ländlichen Regionen sind davon betroffen. Schlangen gehört zu den 99 Orten in Nordrhein-Westfalen, in denen die Situation bereits in naher Zukunft sehr schwierig werden würde. Dem steuert die Landesregierung jetzt mit einem 1,5 Millionen Euro schweren Programm entgegen. "Ärzte, die sich in Schlangen niederlassen wollen, können in Zukunft vom Land einen Zuschuss in Höhe von bis zu 50.000 Euro zur Praxisgründung bzw. Übernahme erhalten", erläutert Gerdes einen zentralen Punkt des Programms. Zudem soll dem Ärztemangel mit mehr Nachwuchswerbung und einer verbesserten Ausbildung begegnet werden. "Wenn wir in Schlangen die Möglichkeiten dieses Programms ausschöpfen, können wir den drohenden Ärztemangel wirksam bekämpfen", so Gerdes weiter.

Um den Beruf des niedergelassenen Arztes insgesamt wieder attraktiver zu machen, sei aber vor allem die Bundespolitik, also Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, gefordert. "Leistung muss bei den Ärzten wieder belohnt und nicht durch ein unfaires Vergütungssystem, welches insbesondere Ärzte mit alten oder schwerkranken Patienten im ländlichen Bereich erheblich benachteiligt, bestraft werden", fordert Gerdes. Ohne die richtigen politischen Weichenstellungen aus Berlin würde es weiterhin schwer bleiben, Hausärzte für Schlangen zu finden.

Ralph Gerdes
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